Pressemitteilung 2018

Der 8. März wird eine leidenschaftliche Kampfansage“

Anlässlich des 8. März werden bundesweit mehr als 20 Demonstrationen stattfinden. Das feministische Bündnis Frauen*kampftag wird unter dem Motto „Feminismus heißt Widerstand“ auf die Straße ziehen. Mitorganisatorin Clara Benda meint: „Wir haben noch große Aufgaben vor uns. Es geht in unserer Auseinandersetzung um einen Kampf für Gleichberechtigung. Hier wollen wir aber nicht stehen bleiben. Wir kritisieren patriarchale Strukturen und eine an Profitmaximierung orientierte Gesellschaft ebenso wie die Ideologie, nach der jede Person ihres eigenen Glückes Schmiedin sei. Zwar konnte sich der Feminismus u.a. über #metoo wieder Gehör verschaffen, aber jetzt muss es darum gehen auch tatsächlich Forderungen umzusetzen.“ Dies richtet sich auch explizit an eine neue Groko, von der feministisch wenig zu erwarten sei.

Auch das Erstarken von rechten Parteien und Bewegungen nimmt das Bündnis zum Anlass für Protest. Benda weiter: „Antifeminismus, Kampf gegen Gleichstellung und Rassismus sind gemeinsamer Nenner der neuen und alten Rechten und fester Bestandteil von konservativer bis hin zu rechtsradikaler Ideologie. Für uns ist klar, dass Feminismus nur antirassistisch geht und nie auf Kosten von Ausgegrenzten stattfinden darf.

Ausgrenzung findet alltäglich auch über Armut statt. Aktuell lebt in Deutschland jeder sechste Mensch in oder an der Grenze zur Armut; dies sind mehrheitlich Frauen, Alleinerziehende (mehrheitlich Mütter) und Kinder. „Dass Frauen stärker von Armut und Altersarmut betroffen sind, hat System“ sagt Benda. Frauen sind nicht nur von Sexismus betroffen, sondern werden zusätzlich besonders ausgebeutet. Sie erhalten für ihre Erwerbsarbeit im Durchschnitt 23% weniger Lohn als Männer. Mehr als 80% der Teilzeitbeschäftigten und 2/3 der Minijobber_innen sind Frauen.

Ob es also um die soziale Lage von Frauen, Rassismus oder um die Streichung des § 219 a StGB und § 218 StGB oder um Gewalt an Frauen geht, es gibt auch 100 Jahre nach Einführung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland ausreichend Gründe um am 8. März auf die Straße zu gehen. Der 8. März wird eine leidenschaftliche Kampfansage an die reaktionären Verhältnisse“ sagt die Mitorganisatorin abschließend.

Mehr Informationen: www.frauenkampftag.eu / https://www.facebook.com/Frauenkampftag8Maerz/

Pressekontakt: 0152-15378014

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