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Pressemitteilung Frauen*kampftag Berlin

Feiern – Streiken – Weiterkämpfen

Das Frauen*kampftags Bündnis Berlin ruft zur Demonstration am 8. März 2020 auf

Zur Demonstration am 8.3.2020 wird unter dem Motto „Feiern – Streiken – Weiter kämpfen“aufgerufen. Die geplante Route beginnt am Leopoldplatz im Wedding und führt in diesem Jahrzum Alexanderplatz, an dem die Abschlusskundgebung mit einem vielseitigen Programm mit Redebeiträgen und Musik stattfinden wird.

Die rechten Terroranschläge in Hanau und Halle haben uns wieder einmal deutlich vor Augen geführt, dass Antifeminismus, Antisemitismus und Rassismus gemeinsamer Nenner der Rechten und fester Bestandteil von konservativer bis hin zu rechtsradikaler Ideologie sind, die wir in Deutschland von Tag zu Tag wachsen sehen. Der parlamentarische Arm dieser Rechten ist die AfD. Diese Partei baut auf der jahrzehntelang herrschenden Politik der sogenannten Mitte auf, die rassistische Migrationspolitik, Militarisierung der EU-Außengrenzen, strukturelle Gewalt gegen FLINT* (Frauen, Lesben, Intersex, Non-binäre und Transpersonen) und sexistische Vorstellungen von Familie und Geschlechterbildern vorangetrieben hat. Das lassen
wir nicht zu! Wir Feminist*innen treten diesem Rechtsruck und Nationalismus in all unseren Lebensbereichen kämpferisch entgegen, denn Feminismus heißt grenzenlose Solidarität!
In diesem Jahr findet die Frauen*kampftag Demo in Berlin das zweite Mal an einem Feiertag und zudem an einem Sonntag statt. Es sind besonders Frauen*, die auch an diesen Tagen arbeiten. Sie leisten den Großteil der schlecht oder gar nicht bezahlten Erziehungs-, Pflege- und Sorgearbeit zu Hause. Zudem arbeiten sie oft in Bereichen, in denen die Arbeit niemals still steht wie in Krankenhäusern und Pflegeheimen oder in der Gastronomie. Das ist kein Zufall, sondern hat System.
Im Kapitalismus sind Arbeit und Reichtum ungleich verteilt. Erwerbslosigkeit, Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit, Minilöhne und Altersarmut sind nur einige Symptome dieses Gesellschaftssystems, in dem besonders Frauen* benachteiligt sind.
Daher kämpfen wir für gleiche und höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
Weltweit wachsen die feministischen Bewegungen und Initiativen stetig an und auch in
Deutschland haben die Aktivitäten zugenommen. So wird seit letztem Jahr mit neuer
Streikrhetorik bundesweit zu Aktionen aufgerufen. Streik als politische Praxis und Rhetorik will sich den gewaltvollen Strukturen des Systems verweigern. Feminist*innen weltweit wollen eine Gesellschaft in der wir alle selbstbestimmt und frei leben, lieben und arbeiten können.
Aktivist*innen, die zum Teil sowohl im Bündnis Frauen*kampftag, wie auch im Frauen*streik Netzwerken mitwirken, versuchen gemeinsam den 8.März zu gestalten.

Zur Demonstration am 8.3.2020 wird unter dem Motto „Feiern – Streiken – Weiter kämpfen“aufgerufen. Die geplante Route beginnt am Leopoldplatz im Wedding und führt in diesem Jahrzum Alexanderplatz, an dem die Abschlusskundgebung mit einem vielseitigen Programm mitRedebeiträgen und Musik stattfinden wird.

Auffallend sind die zahlreichen Blöcke, die sich in diesem Jahr bereits angekündigt haben. So werden nicht nur Gewerkschaften wie die GEW in diesem Jahr besonders deutlich vertreten sein; es wird auch einen linksradikalen Block geben, der sich aus verschiedenen linken Gruppen, wie etwa la:iz der Freien Universität Berlin, zusammensetzt. Zudem wird es einen Block von Enough is Enough geben und auch der Wagen des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung ist wieder mit dabei.
Die Wut über den schlechten Kompromiss zum Paragrafen 219a, zunehmende Belästigungen von Beratungsstellen und Ärzt_innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, werden viele der Demoteilnehmer*innen teilen. Wie in jedem Jahr werden auch Themenschwerpunkte zu Altersarmut, unbezahlter Mehrfachbelastung von Frauen* und der zunehmenden Gewalt gegen Frauen*, Transmenschen und People of Color von unterschiedlichen Bündnismitgliedern gesetzt werden.

Gegen diese Zustände und viel anderen wird an diesem Tag demonstriert, denn das Bündnis hat sich 2013 gegründet, um den internationalen Welt-Frauen*-Tag zu nutzen um alle feministischen Kämpfe und Anliegen auf der Straße zu vereinen.
„Die Errungenschaften aller Feministinnen ehren wir am besten, in dem wir ihre Kämpfe weiterführen. Wir stehen für einen intersektionalen Feminismus, der sich für alle Frauen* einsetzt .“, sagen Michelle und Josephine, zwei der Aktivist*innen des Bündnisses.
Bundesweit wird es am 8.März Demonstrationen und andere Aktionen geben. Um 16 Uhr sind auch die Teilnehmer*innen der Frauen*kampftags Demonstration aufgerufen sich am #globalscream zu beteiligen.

„Die Idee ist – wie im letzten Jahr- dass alle gleichzeitig ganz laut schreien. Am besten 30-60 Sekunden lang. Das machen wir alle in der gesamten Bundesrepublik, vielleicht sogar in anderen Ländern. Es geht darum ungehemmt die Wut raus zuschreien. Auch wer nicht auf der Demo ist, könnte sich daran beteiligen, mit tausenden Gleichgesinnten ist es aber wirklich beeindruckender, im vergangenen Jahr war das ein absoluter Gänsehautmoment“, erklären die beiden Aktivist*innen.

Diese Aktionsform, soll als ein weiteres verbindendes Element zwischen den vielen Versammlungen und Aktivist*innen an diesem Tag dienen.

Informationen zum Demokonsens, so wie den aktuellen Aufruf finden Sie unter frauenkampftag.eu.

Die Demonstration ist für alle Geschlechter offen, der erste Teil der Demo ist allerdings FLINT* Personen vorbehalten.


Presseanfragen über frauenkampftagberlin@posteo.de oder https://www.facebook.com/Frauenkampftag8Maerz/

UNITED AGAINST RACISM & FASCISM

Wir trauern um:

Ferhat Unvar

Gökhan Gültekin

Hamza Kurtović

Said Nessar El Hashemi

Mercedes Kierpacz

Sedat Gürbüz

Kaloyan Velkov

Fatih Saraçoğlu

Vili Viorel Păun,

ermordet aus rassistischen Motiven. Anschließend tötete der Täter seine Mutter und sich selbst.

#SayTheirNames #Hanau

Die Reden der Abschlusskundgebung des Schweigemarsches in Hanau am 21.2.2020 in voller Länge

Redebeiträge von der Demo am 22.02. in Hanau könnt ihr auf der Facebookseite von We’ll come united ansehen:

Candan Özer Yılmaz, die Witwe von Atilla Özer, der 2004 beim rassistischen Nagelbombenanschlag des NSU in seinem Friseurladen in der Keupstrasse in Köln schwer verletzt wurde. Er starb 2017. Aynur Satır Akça, Überlebende des rassistischen Mordanschlags 1984 in Duisburg. Sie verlor sieben Familienmitglieder und konnte ihr Leben nur durch einen Sprung aus dem 2.OG retten.

Hört ihnen zu und teilt das Video. Sie müssen gehört werden. https://www.facebook.com/watch/?v=242172203451583

Familien und Angehörige von Ferhat Ünvar und Gökhan Gültekin bei der Demonstration in Hanau am 22.2.2020, drei Tage nach den rassistischen Mordanschlägen.

Hört ihnen zu und teilt das Video, sie müssen gehört werden. https://www.facebook.com/watch/?v=2703844073045802

Ferat Koçak, Betroffener von rechtsextremem Terror aus Berlin Neukölln. Er wurde von Nazis ausgespäht, der Polizei war es bekannt, er wurde weder gewarnt noch geschützt. Im Februar 2018 verübten Nazis einen Brandanschlag auf ihn und seine Familie.

Hört ihm zu und teilt das Video, er muss gehört werden. https://www.facebook.com/watch/?v=540777426789847

Call 4 Demonstration 8.March 2019

celebrating* Celebrating * Striking * Keep On Fighting *

We as Bündnis Frauen*kampftag consider ourselves part of a new feminist movement. Among other things, we refer to past and current women’s strikes, demonstrations and the activities of many different feminists. Equality is necessary – but we want more than that. That’s why we criticize a patriarchal structure in which society is solely focused on the maximization of profits, as well as an ideology that suggests that every woman was the architect of her own fortune. We want a life without fear, without exploitation and oppression.

We want good jobs and social security.

We stand united against right-wing extremism and populism.

We take a clear position against sexism and violence.

We need self-determined reproductive rights.

We stand united against discrimination and racism.

We take a stand for a peaceful, disarmed and denuclearized world.

We think environmental and climate protection need feminism.

We demand that at least half of everything belongs to women!

We want to contribute our share for a new feminist movement. Together we can learn from our different experiences and perspectives on life. Despite our differences and without concealing these differences, we want to fight for our rights together because all women are affected by discrimination and because we can only cope with all of this if we fight together. We want to stand shoulder-to-shoulder in solidarity with all women world-wide who take a stand for a women-friendly and peaceful society in a variety of ways. Only together can we change the circumstances for women world-wide.

feiernFeiern – Streiken – Weiterkämpfen

Als Bündnis Frauen*kampftag sehen wir uns als Teil einer neuen feministischen Bewegung. Wir beziehen uns unter anderem auf vergangene und aktuelle Frauen*streiks, auf Demonstrationen und Aktionen vieler verschiedener Feminist*innen. Gleichberechtigung ist notwendig – wir wollen aber noch mehr. Deshalb kritisieren wir patriarchale Strukturen, eine an Profitmaximierung orientierte Gesellschaft, ebenso wie die Ideologie, nach der jede Person ihres eigenen Glückes Schmiedin sei. Wir wollen ein Leben ohne Angst, ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Wir wollen gute Arbeit und soziale Absicherung.

Wir stehen geschlossen und laut gegen rechts.

Wir zeigen klare Kante gegen Sexismus und Gewalt.

Wir brauchen selbstbestimmte reproduktive Rechte.

Wir stellen uns gegen Diskriminierung und Rassismus.

Wir setzen uns für eine friedliche und abgerüstete Gesellschaft ein.

Wir denken, Umwelt- und Klimaschutz braucht Feminismus.

Wir fordern mindestens die Hälfte den Frauen*

Wir wollen einen Beitrag für eine neue feministische Bewegung leisten. Gemeinsam können wir aus unseren unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf das Leben lernen. Trotz aller Unterschiede und Differenzen wollen wir gemeinsam für unsere Rechte kämpfen, ohne unsere Unterschiedlichkeiten zu verschweigen. Weil alle Frauen* von Diskriminierung betroffen sind. Weil wir gegen das alles nur ankommen, wenn wir gemeinsam kämpfen. Solidarisch mit allen Frauen*, die sich weltweit auf den unterschiedlichsten Wegen für eine frauen*gerechte und friedliche Gesellschaft einsetzen. Wir suchen den Schulterschluss mit allen Frauen*. Denn nur gemeinsam können wir die weltweit herrschenden Verhältnisse ändern.

GREV – KUTLAMAK – MUCADELE ETMEK

GREV - KUTLAMAK - MUCADELE ETMEK

gösteri 8 Mart
14:00-Alexander Platz

Kadınlar* mücadele günü iltifaki olarak kendimizi yeni feminist hareketin, parçası olarak görmekteyiz. Biz gecmiste ve günümüzdeki varolan farkli feminist kadin* gruplarin eylemleri, grevleri, yürüyüsleri ve gösterileriyle baglanti kuruyoruz. Esitlik gerekli – ama biz daha fazlasini istiyoruz. Bu yüzden ataerkil yapiyi elestirdigimiz gibi, kar maksimize eden sistemde her kisi kendi mutlulugunun demircisidir ideolojisinide elestiriyoruz. Biz korkusuz, sömürü ve baskiya maruz olmayan bir hayat istiyoruz.

Iyi bir is ve sosyal güvence istiyoruz.

Biz birlikte yüksek sesle saga karsiyiz.

Cinsiyetçilik ve şiddete karşı acik ve net sinirimizi koyuyoruz.

Kendimizin karar verecegi üretme haklarina ihtiyacimiz var.

Ayrimciliga ve irkciliga karsi duruyoruz.

Biz bariscil ve silahsiz bir toplumu savunuyoruz.

Cevre ve iklim korunmasinda feminizime ihtiyac duyuldugunu düsünüyoruz.

Biz en az yarisini kadinlar* icin talep ediyoruz.

Yeni bir feminist hareket için katkıda bulunmak istiyoruz. Bizlerin farklı deneyimlerimizden, hayat bilgilsi ve bakis acilarimizdan dolayi birbimizden ögrenebiliriz. Kendi haklarımiz icin tüm farklılıklara ve yaklasimlara rağmen birlikte farklılıklarımızi gizlemeden ortak mucadele ortami yaratmak istiyoruz. Çünkü bütün kadınlar* ayrımcılıktan etkilenir. Tüm bunlara karsi etkili olmak icin birlikte ortak mucadele sart. Dünyada cesitli yöntemlerle kadinin* haklari ile bariscil ve huzurlu bir toplum icin mucadele eden tüm kadin* gruplari ile dayanismakdayiz. Omuz omuza tüm kadınlari* mucadeleye cagiriyouz. Cünkü sadece verecegimiz ortak mucadele ile dünya capinda egemen olan toplum kosullarinda etkili olabiliriz.

 

Fêter – Manifester – Combattre!

Feter Manifester CombattreEn tant que l’alliance <<Frauen*kampftag>>, nous nous voyons dans le cadre d’un nouveau mouvement féministe. Entre autres, nous nous référons aux grèves des femmes* passées et présentes, aux manifestations et aux actions de nombreuses féministes. L’égalité est nécessaire – mais nous voulons plus. C’est pourquoi nous critiquons les structures patriarcales, une société maximisant les profits, ainsi que l’idéologie selon laquelle chacune est l’artisane de son bonheur. Nous voulons une vie sans peur, sans exploitation et sans oppression.

  • Nous voulons des conditions de travail équitables et de la sécurité sociale.

  • Nous sommes fermés et forts contre les mouvements d’extrême droite.

  • Nous nous positionnons clairement contre le sexisme et la violence.

  • Nous avons besoin de droits reproductif émancipés/autodéterminés.

  • Nous (nous opposons et) luttons contre la discrimination et le racisme.

  • Nous nous avouons une société pacifique et désarmée.

  • Nous pensons que la protection de l’environnement et du climat a besoin du féminisme.

  • Nous exigeons au moins la moitié aux femmes*.

Nous voulons contribuer à un nouveau mouvement féministe. Ensemble, nous pouvons apprendre de nos expériences et perspectives différentes sur la vie. En dépit de toutes ces différences, nous voulons lutter ensemble pour nos droits, sans cacher notre diversité. Parce que toutes les femmes* sont victimes de discrimination. Parce que nous ne pouvons que tout combattre si nous combattons ensemble. Solidarité avec toutes les femmes* dans le monde entier qui travaillent de la manière la plus diverse pour une société pacifique et favorable aux femmes*. Nous recherchons une solidarité avec toutes les femmes*. Ce n’est qu’ensemble que nous pourrons changer les conditions prévalant dans le monde entier.